Caps Stilberatung

Die unterschiedlichen Cap-Styles

Szenespezifische Trends

Neben dem Zugehörigkeitsgefühl oder der Verbundenheit mit einer Baseballmannschaft, drücken Baseballkappen auch die Zugehörigkeit zu verschiedenen Subkulturen aus. Dabei werden sie oft in einer bestimmten Art und Weise getragen und mit szenenspezifischen Klamotten kombiniert.

Hip-Hop-Style

Die Baseballkappe ist ein unabdingbares Accessoire in der Hip-Hop-Szene. Diese umfasst nicht nur Rapper und MCs, sondern auch DJs, Breakdancer, Beatboxer und Graffiti-Künstler. Sie alle tragen die Baseballkappe und zwar am liebsten mit flachem Schirm und hoher, konstruierter Krone. In den vergangenen Jahren war es vor allem die fitted 59Fifty, die es den Hip Hoppern angetan hat, doch jetzt kommt im Zuge des 90s Revival vermehrt der Snapback-Verschluss wieder in Mode. Ob schief, falsch herum oder gerade und mit Schirm nach vorn bleibt dabei jedem Hopper selbst überlassen.

Ein wichtiger Trend der vergangenen Jahre leuchtete von jedem Kappenschirm eines jeden Hoppers. Bei diesem gold oder silber glänzenden, kreisrunden Sticker handelt es sich um die Größenangabe mit Markenname, die insbesondere die Firma New Era auf ihren Kappen anbringt. Bei vielen Hip-Hoppern wurde es Mode dieses Zeichen der Originalität am Schirm zu belassen. Die Marke selbst entwickelte ihn zur Absicherung gegen billige Fälschungen.

Andere Marken sind auf den Zug aufgesprungen und verzieren ihre Kappen ebenfalls mit einem solchen Sticker. Inzwischen gibt es zahlreiche Möglichkeiten sich selbst einen solchen Sticker zu gestalten.

Grundsätzlich sind die Sticker mit einem Kleber versehen, der die Kappe nicht beschädigt. Dennoch kann bei langem Verbleib ein kreisrunder Fleck entstehen, nicht zuletzt, weil sich die Farbe der Kappe um den Sticker herum durch Sonneneinwirkung, Pflege und Gebrauch etwas verändert.

Bleibt noch drauf hinzuweisen, dass sich das Hip-Hop-Outfit nicht in der richtigen Cappy erschöpft, vielmehr gehören noch andere Basics, wie Baggy-Pants, weite Shirts, Speaker und viel Bling-Bling dazu.

Skater-Style

Der Skater Style ist weniger greifbar, als der Hip Hop-Style. Er kommt in allerlei unterschiedlichen Varianten daher. Vom Skaterpunk über den lässigen Mesh-Style bis hin zum Hip-Hop-Skater. Für letzteren ist eine Baseballkappe im Hip-Hop-Style freilich Pflicht. Die anderen können experimentieren. Doch gerade für den Mesh-Style-Skater, der sich möglichst lässig nicht um Style schert, ist eine Truckerkappe ein empfehlenswertes Anti-Style-Statement. Auch die 5-Panel-Cap ist zu empfehlen, wirkt sie doch sehr lässig und leger.

Ansonsten ist die Baseballkappe beim Sporttreiben und dazu zählt Skaten ja auch, einfach praktisch, um sich vor der Sonne zu schützen und den Schweiß aus den Augen zu halten.

Die Cappy geht Haut-Couture

2017 ist das Jahr der Baseballkappe, sie hat es nämlich auf die ganz große Bühne geschafft. Von Chanel bis Max Mara, alle finden Baseballkappen auf ein Mal cool. Seltsam, aber nachvollziehbar, führt man sich die Trends der vergangenen Jahre vor Augen: das 90er Revival macht so allerhand vermeintlich scheußliche Teile wieder cool, gerade auch Jogginghosen, Trainingsjacken und andere ursprüngliche Sportkleidung erfreut sich unter dem Label Athleisure, einer Wortschöpfung aus Athlet und Leisure (Freizeit) wieder großer Beliebtheit. Außerdem sind Baseballkappen einfach praktisch.

Bereits 2012 kam es zu einer Kooperation von New Era mit Pantheone. Letztere entwarfen und schneiderten Kleider nur aus New Era-Kappen. Selbst die Sticker auf den Schirmen sind teilweise noch gut zu sehen. Die Kollektion heißt once upon a time und wie der Name schon erahnen lässt, sind die Kleider sehr märchenhaft und fatansievoll.

Andere Trends

Angesagt ist momentan insbesondere die 5-Panel-Kappe. Ihre Krone ist sehr flach, wodurch sie sehr informell und lässig wirkt. Meist befindet sich auf ihrer Rückseite ein Snapback-Verschluss, was sie zusätzlich praktisch macht.

Ein anderer Trend ist der sogenannte Dad-Hat. Eine unkonstruierte Kappe mit Snapback und meist gebogenem Schirm, die vor allem auf Promiköpfen gesichtet wurde.

Generell gilt, dass die Schilde wieder leicht gebogen werden und der Trend von einer hohen zu einer flachen, unkonstruierten Krone geht.

Wie du’s magst

Letztlich musst du entscheiden, welche Kappe dir gefällt und wie du sie trägst.
Welcher Szene, welchem Trend du dich dabei auch immer verpflichtet fühlst, eines bleibt unhintergehbar – dein Gesicht.

Die Cap angepasst an Dein Gesicht

Zeig mir dein Gesicht und ich sag dir, was dir steht! Denn für einen gelungenen Style sollte nicht nur die Kappe zu deinem Outfit passen, sondern auch zu dir, genauer gesagt, zu deiner Gesichtsform.

Hier eine kleine Stilberatung für die verschiedenen Gesichtstypen.

Rundes Gesicht

Trage am besten eine konstruierte Kappe mit hoher Krone, das gleicht die Sanftheit deines Gesichts etwas aus und gibt ihm mehr Kontur. Am besten steht dir ein gerades, breites Schild, welches die Breite deines Gesichts komplementiert und optisch mehr Ecken und Kanten schafft.

Eckiges Gesicht

Ein eckiges Gesicht kann in Kombination mit einer großen Krone weniger wuchtig erscheinen. Ein leicht gebogener Schirm verleiht dem Gesicht mehr Sanftheit.

Ovales Gesicht

Am besten steht Menschen mit einem ovalen, langen Gesicht eine Kappe mit flacher Krone, sonst wirkt der Kopf nämlich noch länger. Konstruierte Kappen können optisch mehr Kontur zaubern ebenso ein gerader Schild.

Herzförmiges Gesicht

Mit einem herzförmigen Gesicht lassen sich alle Kappen gut tragen. Ist jedoch der untere Gesichtsteil sehr schmal sollte man lieber zu einer Kappe mit flacher Krone greifen, da sonst die Kappe zu wuchtig wirkt.

Die Cap-Passform wählen

Cap-Größen

Zunächst ist es wichtig zu wissen, wie die Größe eine Baseballkappe angegeben wird. Hierzu wird entweder der Kopfumfang in Zentimeter herangezogen oder der Durchmesser des Kopfes in Inches (Zoll). Letzteres ist die amerikanische Größenangabe und, da Caps eine ursprünglich

amerikanische Kopfbedeckung sind, wird sie hier oft genutzt. Eine Vergleichstabelle von deutscher und amerikanischer Größe findest du hier:

cm 48 51 52 53 54 56 57 58 58,5 59,5 60,5 61,5 63 64
Inches 6 3/8 6 1/2 6 5/8 6 3/4 6 7/8 7 7 1/8 7 1/4 7 3/8 7 1/2 7 5/8 7 3/4 7 7/8 8

Wie messe ich meine Kopfweite?

Um deine Kopfweite zu messen, besorge dir ein Maßband oder eine Schnur. Platziere das Band an deinem Hinterkopf und führe es horizontal um die dickste Stelle deines Kopfes bis knapp über deine Augenbrauen. Nun ziehe das Maßband über den Kopf ab et voià: der Kopfumfang muss nur noch abgelesen werden. Nutzt du eine Schnur zum Messen, ziehe auch diese über den Kopf ab, und miss mit Hilfe eines Zollstocks ihre Länge. Anhand der Tabelle oben kannst du nun auch deine Größe in Inches bestimmen.

Die Form einer Cap richtig anpassen

Hast du dir eine neue Kappe gegönnt, so kannst du sie noch individuell deiner Kopfform und deinen ästhetischen Vorlieben anpassen. Im Amerikanischen wird dies als break-in bezeichnet. Darunter fällt auch der Klassiker, das Biegen des Kappenschirms.

Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten vom Baseballspieler, der seinen Schirm um einen Baseball biegt und mit einem Gummi fixiert bis zur Möglichkeit, den Schirm über Nacht gebogen in einer Tasse zu belassen. Je enger die Biegung sein soll, desto länger muss der Schirm in der Form, d.h. um den Ball oder in der Tasse verharren.

Zum Anpassen an die eigene Kopfform, wird oftmals Wasser und Hitze genutzt. Zum Beispiel kann die Kappe in heißes Wasser gelegt, und schließlich zum Trocknen auf dem Kopf getragen werden. So passt sie sich der Kopfform perfekt an.
Auf diese Weise kann die Kappe auch geweitet oder gestrafft werden. Einfach mit Wasserdampf den Kappenrand befeuchten und auf der heißen Heizung trocknen lassen oder heiß Fönen, um eine Verkleinerung zu erzielen.

Zum Weiten kann eine New Era Cap über dem Knie gedehnt werden. Einfach die Kappe mit dem Schild zu dir über ein Knie stülpen und vorsichtig, aber kräftig daran ziehen. Es sollte ein leises Knacken ertönen, welches von einer reißenden Naht herrührt und schon ist die Kappe geweitet. Auch bei anderen Kappen kann dies versucht werden, jedoch wird hier Wasser und Druck von Innen, entweder durch den eigenen Kopf oder etwas vergleichbar Großem wahrscheinlich besser helfen.

Einsätze zur gezielten Anpassung

Ist die Kappe trotz Bemühungen noch zu weit, kann die Passform mit Kork- oder Schaumstoffeinsätzen angepasst werden. Korkstreifen dienen, wie bei klassischen Hüten dazu, den Umfang des Kappenrandes zu verringern. Schaumstoffeinsätze sitzen meist oben in der Krone und verringern so deren Volumen. Die Kappe sitzt dann höher auf dem Kopf.

Um zu verhindern, dass, insbesondere bei unstructured Caps das vordere Panel Beulen bekommt und einsinkt, gibt es Einsätze aus Pappe und Kunststoff, um es zu stabilisieren. Ein sogenannter cap shaper lässt sich auch gut selbst basteln.